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Unglaubliche Tierquälerei in Berlin
(BZ berichtete am 09.03.02)

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Text
des Zeitungsartikels:
Das Hundebaby jaulte ganz fürchterlich in der kalten
Nacht. Mit gebrochenen Hinterbeinen kauerte es in einem Umzugskarton
im Gebüsch in der Hakenfelder Straße in Spandau. Der Pappboden war
durchtränkt von Blut und Urin. Über Stunden schrie der kleine
Welpe. Bis kurz nach Mitternacht Jenny I., 35, zufällig beim
Gassigehen das jämmerliche Winseln bemerkte. Sie gibt dem Findling
den Namen Bärchen.Zur gleichen Zeit in der Strahlauer Allee in Friedrichshain: Eine
Anwohnerin entdeckte einen Mischling, der an einer Parkbank
angebunden ist. Er zittert, wirkt verängstigt und orientierungslos.
Das Fell hängt ihm in Fetzen herab, eine Beule am Kopf, das Ohr
geschwollen.In beiden Fällen wird die SOS Hunde-Hilfe e.V. alarmiert. Die
Vorsitzende des Vereins, Ilona Zajc, 42, nimmt beide Findlinge auf,
rast zum Tierarzt. Der operiert. "Bärchens Knochen waren
komplett durchgebrochen. Sie wurden mit Schrauben wieder
zusammengesetzt", so Zajc. "Der Bruch war schon fünf oder
sechs Tage alt." Sie vermutet: "Wahrscheinlich von einer
Misshandlung." Einen viertel Liter Flüssigkeit zieht der Arzt dann aus dem Ohr
des verwahrlosten Mischlingshundes auf Friedrichshain. "Über
Monate muss es schon geeitert haben", so Zajc. Kurz nach der OP
bleibt das Hundeherz stehen. Die Atmung setzt aus. Die Ärzte
reanimieren ihn. Sie stellen einen Herzklappenfehler fest.
Der Mischling wird auf den Namen "Fifty" getauft.
"Weil seine Überlebenschancen fifty-fifty stehen", sagt
Zajc. Die Hunderetterin sucht nun Menschen mit Herz, die "Fifty"
und "Bärchen" aufnehmen.
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