Zur Weihnachtsfeier für die
Pflegestellen
Thomas Kumbier
Vom Telefon,
da komm ich her,
Da ruft
einer an in höchster Not, behauptet,
sein Hund der sei schon halb tot. Und wie ich
dann frag: „Was ist denn passiert?“, da sagt der
doch glattweg ganz ungeniert: „Das
Frauchen, das will von MIR nichts mehr wissen und außerdem
pinkelt der Köter auf‘s Kissen! Ich geb‘
dem Kläffer nur noch Wasser und Brot! Wenn das so
weiter geht, schlag ich ihn tot! Der Hund ist
in Not“, sagt er dann noch ganz kess, also ein
typischer Fall für die SOS!? „Das war
ein Verrückter“, denk beim Auflegen ich nur, da
klingelt‘s schon wieder: „Hier Kerstin Schurr! Ich brauche
die Bilder von Nessi und Fred, ihr wißt
doch, die soll‘n noch ins Internet!“ Und kurz darauf ist noch einer dran,
Dem erzähl‘ ich nun alles ganz flockig und
locker, ich quassel das runter schon wie ein Roboter! Und schon wieder bimmelt‘s, mir wird schon ganz
bang, doch diesmal ist nur die Ilona dran: „Kommt ihr zur Demo?“ und „was macht dein
PC?“ Auch dieses Gefrage, das tut mir schon weh. Da tut es mir gut, wenn es tönt aus der Strippe: „Ach gib mir die liebe Petra mal bitte!“ Und dann fängt an die Diskussion, bis piept der Akku mit schrillem Ton. Wenn Telefon und Handy ruh‘n, dann gibt es trotzdem viel zu tun. Da klopft man emsig in die Kiste den neuesten Stand der Pflegeliste. So mancher Hund ist auch zu fahr‘n von Spandau nach Steglitz oder Marzahn!
wir liefern Futter und fahren zum Impfen. Wenn ich hier schau in diese Rund, dann tut mir eure Miene kund, und sagt mir: „Nun, sei doch nicht dämlich! Uns allen geht‘s hier ziemlich ähnlich! Auch wir wünschen uns schon lange Zeit mehr Ruhe und Besinnlichkeit!“
was alles wurde uns quittiert. Gebühren, Rechnungen und der Sprit, das teilten wir Ilona mit. Sie zahlte ein und aus, das fand ich klasse, denn Sie verwaltete die Kasse! Und wenn es das dann war gewesen, dann gingen wir essen zum Chinesen! Nun frag ich mich in diesem Jahr, was alles noch geschehen war. Da hatten wir - und das ist selten - auf einen Schlag ein Dutzend Welpen! Die brachten uns - das wissen sie - ‘nen ganzen Schwung Publicity. Auch muß erwähnen ich ganz fett die Homepage in dem Internet. Auch rein gehört in diese Dichtung die große Leistung der Vermittlung, denn ohne sie, das muß man sagen wär‘n wir vor Hunden schon erschlagen. Ich kann verstehn der Hunde Bellen, Sie bellen Dank den Pflegestellen, die unermüdlich - Tag und Nacht - ihnen gaben neue Lebenskraft! Und auch ich sag heute Danke dem Team von Petra und der Anke, die beiden waren flink und helle bei Fragen einer Pflegestelle. Euch allen, deren Namen ich nicht nannte, Euch allen sag ich herzlich: „Danke!“ Ihr setzt euch ein so manche Stund‘ für SOS in Sachen Hund!
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