Flax - Die Sache mit der Größe
Carola Herbrich
Mein
Herrchen wollte schon immer einen Hund. Mein Frauchen hatte früher, lange
vor meiner Zeit, schreckliche Angst vor Hunden. Sie hat dann viel über
Hunde gelesen und hat sich auf Hundeplätzen herumgetrieben. Nun war sie
sich sicher - und die Kinder auch. “WIR
WOLLEN EINEN HUND – NUR ZU GROß DARF ER NICHT SEIN!“ So
fiel ihnen die Telefonnummer der SOS Hunde-Hilfe in die Hände. Nach
vielen Gesprächen konnten sie sich einen Schnauzer-Labrador-Mischling
anschauen, nämlich mich! So kamen sie zu mir und meiner
Super-Pflegefamilie Künzel. Meine
Familie hatte bis dahin wenig Ahnung, was Rassen betrifft. Über den
Labrador in mir wunderten sie sich gleich. Aber egal, durch meine treuen
braunen Augen, mein lustiges Wesen und meine winzigen 35 cm Schulterhöhe
war es dann wohl auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Als
ich bei meiner neuen Familie einzog, fühlte ich mich sogleich wohl.
Irgendwer hatte immer Zeit zum Schmusen oder zum Toben. Nur Frauchen war
noch etwas unsicher. Also gingen wir alle Fünf (meine Kinder natürlich
auch) in die Hundeschule. Dort war es immer sehr spaßig. Bei
meinem ersten Tierarztbesuch bekam Frauchen dann einen großen Schreck,
denn die Tierärztin teilte ihr mit, dass ich spezielles Futter für extra
große Hunderassen brauche. Das erste Mal fiel der Begriff “Irischer
Wolfshund“. Von
nun an hörte meine Familie überall: „Aaah, was für ein toller
Irischer Wolfshund!“ Von
nun an wuchs ich, was das Zeug hielt, praktisch über Nacht. Nach drei
Monaten bei meiner Familie hatte ich dann eine Schulterhöhe von knapp 80
cm erreicht. Es
gab viele Schwierigkeiten mit den Nachbarn, da viele Menschen völlig unnötig
Angst vor großen Hunden haben. Als dann aber alle merkten, wie gut ich
erzogen bin und wie viel Spaß meine Leute und ich haben, wandelte es sich
sehr. Nun fühlen sich alle mit mir und meiner Größe sicher. Frauchen
kann sich gar keinen kleineren Hund mehr an ihrer Seite vorstellen. In
Dankbarkeit an alle, die mir geholfen haben
EUER FLAX
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