last update: 11-07-2010

Hundestrände an Nord- und Ostsee

Informationen zum Baden mit Hunden an Nord- und Ostsee
(übermittelt von Lena Schönberg, schoenberg@ostsee24.de)

Für unsere vierbeinigen Freunde habe ich eine Übersicht der Hundestrände an der Nord- und Ostsee erstellt und würde mich freuen, wenn diese Seiten für Sie und Ihre Besucher von http://www.soshundehilfe.de//a> nützlich sind. Damit auch andere Hundefans davon profitieren können, wäre ich über eine mögliche Verlinkung sehr dankbar.   Hundestrände an der Ostsee: www.ostsee24.de/ostsee-urlaub/strandurlaub/hundestrand-ostsee Auch die Nordsee habe ich berücksichtigt: www.nordsee24.de/nordsee-urlaub/strandurlaub/hundestrand Sollten Sie noch weitere Hundestrände an der Ostsee/Nordsee kennen oder Anregungen haben, dann freue ich mich über eine Nachricht, damit ich diese nachtragen kann. Vielen Dank und viele Grüße von der Ostsee


Ein offener Brief zum Hundeauslaufgebiet im Grunewald
(übermittelt von Raphael Vogt, mail@raphaelvogt.de, www.raphaelvogt.de)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Redaktionen, liebe Journalisten, liebe Freunde und Kollegen,
seit einigen Monaten beobachte ich mit wachsender Sorge die um das Hundeauslaufgebiet am Grunewaldsee entstandene Debatte. Ausgelöst wurde diese zuletzt durch den BZ-Journalisten Gunnar Schupelius und dem  Artikel: "Am Grunewaldsee haben die Hunde den Menschen verdrängt. Das geht mir zu weit!" (02.09.09). Schon der Titel alleine macht mich sauer und stutzig. Ich habe weiter gelesen: Mir gehen die Worte und haltlosen Argumente dieses "Journalisten" auch zu weit! Dass die BZ gerne reißerische Titel verwendet ist bekannt. Jedoch erwarte ich von einem Journalisten einer Zeitung, die sich selbst "Berlins größte Zeitung" nennt ein wenig mehr Objektivität und Verantwortungsbewusstsein. Verantwortungsbewusstsein, gegenüber einem so alteingesessenen, einzigartigen und großartigen Gebietes.
Dieser und die nachfolgenden Schupelius Artikel zu diesem Thema haben für viel Unmut bei den Besuchern des Grunewalds gesorgt. Bei Jenen, die mit Ihrem Vierbeiner dort unterwegs sind, aber auch Jenen, die dieses Gebiet schon lange besuchen und sich mit den dort anwesenden Hunden pudelwohl fühlen.
Ich selbst bin Schauspieler, 33 Jahre alt, im Grunewald aufgewachsen und seither, mit und ohne Hund, regelmäßiger Spaziergänger im Hundeauslaufgebiet um den Grunewaldsee. Deswegen fühle ich mich auch persönlich angesprochen. Seit sechs Jahren gehe ich noch regelmäßiger als die Jahre zuvor, also bis zu fünf mal in der Woche, mit meiner Labradorhündin dort spazieren. Kenne also sowohl die regelmäßigen Besucher des Gebietes sehr gut, als auch die gelegentlichen Reibungen zwischen den Spaziergängern untereinander, den angehörigen Tieren, den Joggern und Fahrradfahrern.
Zunächst möchte ich betonen, dass ich persönlich weder beobachten konnte, dass die Menschen vom Grunewaldsee verscheucht wurden, noch, dass das Wasser stinkt. Auch konnte ich nicht beobachten, dass kein Mensch mehr dort baden geht. Das entspricht schlichtweg nicht der Realität. Ich kenne persönlich einige, die sich gerne im Grunewaldsee abkühlen. Stinken tun die Badegäste danach auch nicht. Und da der Grunewald mit seinen 3000 Hektar Waldgebiet darüber hinaus mit zwei Badeseen aufwartet, der Krumme Lanke und dem Schlachtensee, deren Wasserqualität nicht nur hervorragend, sondern ausgezeichnet ist, dürften dem passionierten Badegast sein Schwimmvergnügen garantiert sein.
Von der Ausgewogenheit der Besucher am Grunewaldsee kann sich jeder selbst ein Bild machen, wenn er an einem Sonntag, wie heute, den 25.10.09 einen Gang um den See unternimmt. Es sind sowohl Spaziergänger, als auch Hundebesitzer und Radfahrer allen Altersstufen unterwegs. Friedlich. Ist es nicht toll, dass es ein bald einzigartiges großes Hundeauslaufgebiet mit Hundebadestelle in Deutschlands Hauptstadt gibt? Dieses Gebiet ermöglicht Hundehaltern, eine artgerechte Haltung der Tiere, die vor allem eins brauchen: Auslauf. Es ist ein sozialer Treffpunkt für Mensch und Tier, jeden Alters. Ich möchte hier betonen, dass es ein sozialer Treffpunkt in der Natur zwischen Menschen untereinander und Ihren Tieren ist. In Harmonie, so meine Erkenntnis der letzten Jahre.  Die Debatte um das kleine Auslaufgebiet rund um den Grunewaldsee ist nicht neu. Auch wir Hundehalter sind darum bemüht, mit den Gästen des Jagdschlösschens, der Restaurants und den Spaziergängern in guter Gemeinschaft zu kooperieren. Es ist uns ganz besonders wichtig, dass Auslaufgebiet zu erhalten, weshalb es unsere Pflicht und unser höchstes Ansinnen ist, nach Lösungen zu suchen. Dennoch möchte ich es nicht versäumen, auf die angespannte Lage durch die neue Debatte hinzuweisen. Ob der hetzerischen Zeilen in der jüngsten Vergangenheit, begegnen uns Hundehalter einige Besucher des Grunewaldsees mit einer Aggression, die es vorher nicht gab.
Schupelius pocht für Frieden im Wald, bewirkt aber mit seinen Kampagnen das Gegenteil. So wurde eine Frau mit Hund kürzlich von einem anderen Spaziergänger mit einem Messer bedroht, weil ihr Hund ihm vor die Füße gelaufen ist. Die Polizei wurde gerufen, der Spaziergänger war weg. Des Weiteren hängen derzeit Hinweise aus, die vor Giftködern warnen, die in dem Gebiet ausgelegt sein sollen. Jetzt soll das unschuldige Tier für was genau mit dem Leben büßen? Auch Fahrradfahrer meinen vereinzelnd das Recht zu haben mit 35 KM/H durch ein Gebiet fahren zu können, das zum einen als Hundeauslaufgebiet gekennzeichnet ist, aber auch, selbstverständlich, Familien mit kleinen Kindern offen steht. Die Fahrradfahrer pöbeln dann gerne, man müsse Ihnen doch freien Weg schaffen. Dabei stellen Sie in diesem Moment die Gefahr für Mensch und Tier dar, nicht umgekehrt. Muss das schnell fahren unbedingt im Hundeauslaufgebiet des Grunewalds stattfinden? Manche, wenige, Jogger meinen sie könnten Hunde einfach aus dem Weg treten, weil der Wald dem Menschen gehöre.
Diese Übergriffe entstanden erst durch die Hetzkampagnen. So beispielsweise auch einer der jüngsten Artikel vom 21.10.09. Er bezieht sich auf eine Attacke eines Hundes auf die Vize-Chefin der Berliner CDU. So etwas ist nicht schön und tut mir leid, wenn auch nicht wirklich von einer "Attacke" die Rede sein kann. Es handelt sich aber um einen unschönen und nicht alltäglichen Vorfall. Warum sonst sollte die Politikerin dort so oft joggen gehen? Und hat es auch weiterhin vor? Mir kommt es eher so vor, als wollte Schupelius wieder bekanntermaßen hetzen, die geschätzte Politikerin jedoch eher schlichten. Wenn man sich ernsthaft umhört, finden in dem Gebiet sicher mehr vorsätzlich und reflektierte Attacken (Tritte, geworfene Schlüssel, die Messerdrohung - siehe oben, Rücksichtslosigkeit der Fahrradfahrer) seitens der Menschen gegen die Tiere statt, als umgekehrt.
Mir liegt es fern, eine ebenso aggressive Gegenkampagne ins Leben rufen zu wollen. Hetzen ist in dieser Sache unangebracht. Aber verteidigen möchte ich dieses einzigartige Hundeauslaufgebiet und konkrete Anregungen in die Debatte einbringen.
*        Das Aufstellen von speziellen Hundekotmülleimern an den Ein- und Ausgängen des Hundeauslaufgebietes wäre sinnvoll. Die Firma "Wall" hat einige Exemplare in Berlin aufgestellt und sie wurden von allen Anwohnern sehr begrüßt. Diese Mülleimer sind "Wildschweinresistent" und ungeeignet zum Entsorgen des menschlichen Unrates. Die Fragen, die sich hier stellen: Wer setzt sich dafür ein, wer hat die entsprechenden Kompetenzen einen solchen Beschluss zu bewirken? Wer trägt die Kosten für die Müllbehältnisse und die Leerung dieser? Angeregt wird die Aufstellung der Wall Behältnisse an den Ein- und Ausgängen des Hundeauslaufgebietes in Berlin-Grunewald übrigens von Thomas Böhm, Chefredakteur des Online Portals unter www.tausend-toelen.de. Eine sehr gute Idee.
*        Benimmregeln zum Wohle aller sind selbstverständlich eine gute Sache. Der Berliner Forst hat schon angekündigt diese im bezogenen Gebiet aufstellen und beschildern zu wollen. So sollten beispielshalber Hundehalter sich und Ihre Hunde im Griff haben, wenn diese das Gebiet betreten. Nur so kann ein friedliches Miteinander weiterhin gewährt werden. Völlig einverstanden.
  *        Hundehalter sollten darauf achten, dass Ihre Hunde nicht in die abgezäunten Bereiche laufen. Das Naturschutzgebiet liegt selbstverständlich auch uns am Herzen und muss beachtet werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Forst ist auf jeden Fall der richtige Weg.
Laut Senat ist es das älteste Auslaufgebiet Europas. Circa vierzig Jahre alt ist es. Und auch der Senat ist nicht gewillt dieses Gebiet für Hunde zu schließen. Was treibt Herr Schupelius hier? Wozu das Ganze? Das wahre Motiv des Herrn stelle ich hier mit Nachdruck in Frage! Der Journalist droht mit der Errichtung eines Sperrgebietes. Er sagt, das Hundeauslaufgebiet muss abgeschafft werden und das Baden für Hunde verboten. Wer gibt ihm die Macht, damit zu drohen und solche Forderungen zu stellen? Sollte das nicht den Politikern obliegen? Herr Fischer, regelmäßiger Besucher des Gebietes, hat dazu bestimmt eine Meinung. Ihn würde ich gerne befragen. Auch der Berliner Senat hat eine klare Meinung zum Thema. Er will das Gebiet erhalten. Anstatt zu hetzen, sollte man lieber überlegen was verbesserungstauglich ist. Ich finde diese Art von Journalismus einfach nur schwach und beschämend für seine Kollegen.
Schupelius plädiert dafür das Hundeauslaufgebiet soll eingeschränkt werden. Ich plädiere dagegen. Warum setzt er seine Energie nicht positiv ein und versucht Verbesserungsvorschläge anzubringen, anstatt Hetzkampagnen zu starten?
Am Ende sei gesagt, dass das Hundeauslaufgebiet in Berlin-Grunewald absolut besonders ist. Und dass es sich doch schon alleine aufgrund der Einzigartigkeit lohnt, dieses erhalten zu wollen. Es müssen keine Probleme künstlich herbeigeschafft werden, wo es keine gibt. Wenn es Dinge gibt, die man verbessern kann, lässt sich das doch konstruktiv und nicht hetzerisch angehen. Es geht um den Erhalt eines alteingesessenen Gebietes, das vielen Berlinern ein harmonisches Beisammen bietet, mit und ohne Hund. Prädikatwertvoll!
Mein Anliegen ist es nicht, mich hiermit zu profilieren. Das liegt mir fern. Ich würde mich freuen, wenn sie sich ein eigenes Bild der Lage machen und mir und allen Besuchern des Gebietes helfen würden, ein objektives Bild der "Situation" darzustellen. Wenn überhaupt von einer "Situation" die Rede sein kann.
Da Herr Schupelius sein Blatt, also die Medien, für sich nutzt, wende ich mich im Sinne fast aller die dort täglich unterwegs sind, bewusst an Sie. Mit einer Veröffentlichung als Leserbrief einer fremden Zeitung wäre ich natürlich trotzdem einverstanden. Auch redigiert.
Ich wäre mit allem einverstanden, das der Sache hilft und würde mich sehr über Ihr Einschreiten und ihr journalistisches Engagement freuen.
In der Hoffnung ein positives Feedback von Ihnen zu erhalten verbleibe ich mit besten Grüßen ... Raphael Vogt


Neues aus dem Grunewald (2)

Neues von Julie und dem Hundeauslaufgebiet im Grunewald
(übermittelt von Frau Wilkesmann)

Ich habe im Grunewald einen Aushang gefunden, dass dort Giftköder ausgelegt wurden!!! Also Vorsicht dort! Am 20.10. ist dort die Hündin der Zettelschreiber daran verstorben. Im Moment ist gab es einige Vorkommnisse:  Eine Frau ist gebissen worden von einem großen Wolfshund??? Genaues wei�� ich nicht, ich komme kaum zum Nachrichten schauen.
Julie ist leider auch an dem besagten Tag angegriffen worden von drei größeren Hunden mit unsozialem Verhalten. Sie wich ihnen aus, als diese auf sie zuliefen und kreischte etwas, um sich zu ergeben (das Trauma hatte sie mitgebracht aus Polen, sie muss dort gebissen worden sein, denn es fehlt ihr ja eine Kralle und halber kleiner Ballen vorne, laut Tierarzt eine alte Verletzung). Besonders zwei der Hunde sahen sie als Beute an und wollten sie mit Genickbissen zur Strecke bringen. Sie knallte noch an den Zaun Nähe Jagdschloss, mein Freund war sogleich dazwischen und wehrte die Hunde ab. Ich bin dann auch blitzschnell dazwischen und "deckte" sie ab. Die drei Frauen taten nichts und wurden rotzfrech, es wäre alles normal und nichts passiert. Sie kümmerten sich einen Dreck um uns, und wir sind so rasch wie möglich weiter. Julie lief ziemlich unbekümmert zum See und schien okay, doch später sah ich, dass das Auge anfing zu bluten. Ich bin so rasch wie möglich zum Tierarzt Dr. König und durfte in der Mittagspause dort reinrauschen; die Ärztin hat uns sogleich zu Dr. Allgöwer (Fachtierärztin für Augenheilkunde) bei mir um drei Ecken überwiesen, wo wir sogleich hinsausten und auch ziemlich rasch drankamen. Sie machte eine gründliche Augenuntersuchung, Montag waren wir zur Kontrolle nochmal dort. Eine schlimme Prellung des Augapfels mit Einblutung und kleinere Abschürfungen außen. Es heilte alles sehr gut ab und jetzt sieht man fast nichts mehr.
Julie hat großes Glück gehabt, es ist alles wieder gut und außer meinem großen Loch im Portemonnaie hat sie keinen weiteren Schaden davongetragen.


Neues vom Grunewaldsee

Försterei sperrt Strand am Grunewaldsee
(aus: Berliner Morgenpost, 21. Juli 2009, Autor: Katrin Lange)

Erst am Griebnitzsee, dann am Groß Glienicker See und nun auch am Berliner Grunewaldsee: Immer neue Uferbereiche werden gesperrt. Die Försterei hat einen 100 Meter langen Zaun gezogen, um vor allem Hunde fernzuhalten. Denn die sollen den Uferweg zerstören. Hundehalter protestieren.
Hunde sollen draußen blieben: Försterei sperrt Uferweg. Die Berliner Forsten haben einen etwa hundert Meter langen Zaun entlang des nördlichen Seeufers gezogen – zum Entsetzen vieler Hundehalter und Spaziergänger, die an dieser Stelle nun nicht mehr ans Wasser können. Besonders die Besitzer von Hunden fühlen sich zurückgedrängt auf ein immer kleiner werdendes Terrain. Ihre Angst ist begründet: Erst 2003 sollte das Auslaufgebiet verlegt und verkleinert werden. Das Vorhaben wurde aufgrund vieler Protestaktionen abgeschmettert. Dennoch: „Gerade hier am Grunewaldsee wird das Auslaufgebiet immer mehr durch Zäune beschnitten“, beschwert sich Guido Zörner, Vorsitzender des Vereins „Hunde in Berlin“. Und eine 41-jährige Hundehalterin klagt über die nun fehlende Wasserstelle. „Wenn es sehr heiß ist, brauchen die Hunde regelmäßig Wasser“, sagt die Zehlendorferin. Der gesperrte Uferstreifen hätte genau zwischen dem Hundebadestrand und dem FKK-Strand gelegen. „Manchen Tieren wird es mit Sicherheit schwer fallen, jetzt bis zur nächsten Wasserstelle zu gelangen“, sagt die Frau.
Ein Zettel an einer Informationstafel am See klärt die Hundehalter über die Sperrung auf. „Dieser Uferabschnitt des Grundwaldsees muss durch einen Zaun vor Hundepfoten geschützt werden, damit sich die Natur wieder erholen kann und der angrenzende Wanderweg nicht zerstört wird“, heißt es in dem Schreiben des Forstamtes Grunewald. „Es besteht die akute Gefahr, dass der Weg abrutscht“, erläutert Marc Franusch, Sprecher der Berliner Forsten. Die Hunde würden mit ihren Pfoten den Sand ab- und in das Wasser hineintragen. Der Zaun solle nun verhindern, dass sich die Erosion fortsetze. „Wir müssen die Erholungsstruktur für alle Berliner sichern“, sagt Franusch.
Die Hundefreunde sehen das anders. Nicht der Sand an den Pfoten sei Schuld für den Zustand des Weges, sagt Guido Zörner. Vielmehr spüle das Regenwasser die Wege aus und greife die Palisaden an. Zörner zeigt die Holzbohlen, die den Weg an dem nun abgesperrten Strand stützen sollten. Sie sind morsch und liegen frei. „Das waren keine Hunde“, sagt der Vereinschef. Seiner Meinung nach hätten die Holzpfeiler, die das Abrutschen des Weges verhindern sollten, längst erneuert werden müssen. Auch ein paar Lkw-Ladungen Sand zum Aufschütten hätten das Problem gelöst – wenn auch nur für eine begrenzte Zeit.
Für den Verein „Hunde in Berlin“ liegt die Ursache der Probleme am Grunewaldsee noch ganz woanders: Es sei ein Beleg dafür, dass es zu wenige Auslaufgebiete in Berlin gebe, sagt Zörner. Aus der ganzen Stadt reisten die Hundehalter an, sogar aus dem Land Brandenburg. Dadurch konzentriere sich alles rund um den Grunewaldsee, für den es auch kein naturverträgliches Nutzungskonzept gebe. Es gibt Stellen im Grunewald, da begegnet der Spaziergänger kaum einen Hund – an anderen Stellen kommt er vor lauter Hunden kaum vorwärts. Das sei ein Zeichen für ein falsches Nutzungskonzept, sagt der Vereinschef. Die Besucherströme müssten besser über beschilderte Rad- und Wanderwege gelenkt werden, es fehlten Bänke, Papierkörbe und Attraktionen wie Trimm-dich-Pfade rund um den Grunewaldsee. Alle Beteiligten müssten ein vernünftiges Konzept erarbeiten, statt das Auslaufgebiet durch immer mehr Zäune zu verdichten, so Guido Zörner. Die Sperrung des Uferstreifens ist keine vorübergehende Angelegenheit. Es werde einige Jahre dauern, bis sich die Natur erholt habe, sagt Forstsprecher Marc Franusch. Die Forstverwaltung suche aber noch nach einer anderen Lösung. „Wir werden die Situation überprüfen und die technischen Möglichkeiten ausloten, um den Weg zu stabilisieren“, versichert Marc Franusch.
Zwölf Hundeauslaufgebiete mit einer Fläche von insgesamt 1250 Hektar listet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf. Der Grunewaldsee umfasst allein 800 Hektar. Fast alle Auslaufgebiete liegen im Westteil der Stadt. Deshalb macht sich jetzt eine Bürgerinitiative für ein Hundeauslaufgebiet in Treptow-Köpenick stark. 2100 Stimmen braucht die Initiative, um einen entsprechenden Antrag in der Bezirksverordneten-Versammlung stellen zu können, über den die Fraktionen dann abstimmen. 800 Stimmen sind in den vergangenen zwei Monaten zusammengekommen. Die Initiatoren rechnen damit, den Antrag im Herbst einbringen zu können. „Ein weiteres gleichartiges Auslaufgebiet im Südosten der Stadt entlastet massiv den Grunewald“, sagt Guido Zörner.

nach oben